Als erste Fahrradstraße in Radebeul wird nun die Pestalozzistraße eingerichtet. Dazu gibt es einen mehrheitlichen Beschluß des Stadtrates. Die SPD Fraktion stellt in der Stadtratssitzung am 26.11.2025 einen Antrag, die Pestalozzistraße teilweise als Einbahnstraße zu führen. Diesem Antrag stimmt bei der Abstimmung einzig der Vertreter der SPD zu. Alle Fraktionen hatten einen Redebeitrag. Für unsere Fraktion sprach Eva Oehmichen:
Redebeitrag zum Antrag der SPD
Ich möchte nicht wiederholen, was die Verwaltung bereits ausgeführt hat. Aber eines muss ich ausdrücklich betonen: Der Radverkehr ist uns ein zentrales Anliegen. Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, dass Radfahrende in Radebeul sicher, komfortabel und zügig unterwegs sein können. Und wir alle wissen, dass wir davon noch ein gutes Stück entfernt sind.
Gerade deshalb ist es so wichtig, dass der zweite Anlauf für eine Fahrradstraße in Radebeul endlich gelingt. Zwei Punkte stehen für uns dabei im Vordergrund:
- Eine schnelle und verlässliche Umsetzung,
- Eine breite Akzeptanz bei der Bürgerschaft und insbesondere bei den Anliegerinnen und Anliegern.
Bei der Fahrradstraße in der Pestalozzistraße gab es – im Gegensatz zur Uferstraße – überwiegend positive Rückmeldungen. Dieses Signal müssen wir ernst nehmen. Ein erneutes Aufmachen einer Grundsatzdebatte stellt die Fahrradstraße jedoch massiv in Frage und gefährdet die Fortschritte, die wir nach langem Ringen endlich erreicht haben. Aus unserer Sicht wäre das nicht nur kontraproduktiv, sondern könnte das gesamte Projekt wieder ins Wanken bringen.
Die aktuelle Planung ist nicht in jedem Detail perfekt, aber sie ist eindeutig besser als der heutige Zustand. Ergänzend sollten wir prüfen, ob eine Sperrung der Einfahrt von der Meißner Straße sinnvoll wäre, um Ausweichverkehr zu vermeiden. Die Verwaltung wird die Maßnahmen evaluieren – darauf haben wir uns gemeinsam verständigt.
Gerade im Interesse der Radfahrenden hätten wir uns mehr Sensibilität und Kompromissbereitschaft gewünscht. Jetzt erneut die Grundsatzfrage zu stellen, ist aus unserer Sicht der falsche Weg und gefährdet die Akzeptanz sowie die Umsetzung.
Aus diesen Gründen werden wir dem Antrag nicht zustimmen.
Eva Oehmichen
Radebeul, 26.11.2025

